Fastenzeit und Kreatives Schreiben: Digital Detox

Die tollen Tage sind vorüber und für viele Gläubige hat die Fastenzeit bis Ostern begonnen, und obwohl ich Agnostikerin bin, werde ich mich der Aktion der Evangelischen Kirche, den „7 Wochen ohne“ für mich selbst im Stillen anschließen, um meinen Kompass neu auszurichten. Zu Jahresbeginn cancelte ich schon meinen Instagram-Account, werde aber in der sympathischen Schreib-Community, neben dieser Website der letzte Haltefaden meiner Vernetzung, aktiv bleiben, weshalb ich aber immer noch eine digitale Abhängigkeit spüre, die mir nicht bekommt. Der unwiderstehliche Drang, in dem Forum nicht nur zu lesen, sondern mich zuweilen darin zu verlieren und meinen Senf dazugeben zu müssen. Ich will lernen, mich etwas zurückzunehmen.

In den Wochen bis Ostern möchte ich stattdessen die gewonnene Zeit primär in mein aktuelles Schreibprojekt investieren, ohne Ablenkung von Dingen, die meinem Steuer entglitten sind. Ich habe diese Form des Fastens schon früher bspw. mit Verzicht auf das Rauchen (eine gute Vorübung für das endgültige Aus), auf Zuckerkonsum (leider bis heute persönliches Minenfeld) oder auf Social Media mitgemacht und durch den befristeten Verzicht jeweils gelernt. Es hatte stets die Wirkung eines persönlichen Resets. Ich werde also bis Ostern im Forum keine Herzchen vergeben und mir Kommentare verkneifen, werde für für kurze Zeit unsichtbar. Allerdings werde ich zuweilen still mitlesen, um später nicht alles aufholen zu müssen.

Meinem Schreibprojekt, an dem ich schon einige Jahre arbeite, es immer wieder aus fadenscheinigen Gründen zurückstelle und mit erfolglosen (Ausnahme siehe unten) Kurzgeschichten-Wettbewerben prokrastiniere (hier die Neuzugänge 😆), wird diese Arbeitszeit hoffentlich den endgültigen Kick zur Fertigstellung geben. Zunächst in der Rohfassung und, wenn mich der Schlendrian nicht vorher findet, mit einer Veröffentlichung hoffentlich noch in diesem Jahr. Mal sehen, wann und ob ich ein bisschen mehr verraten kann.

Es war tatsächlich der gänzlich überraschende Gewinn (Papyrus-Seitenwind 2024, „Offene Enden“, Thriller-Finale) der aktuellsten Version Papyrus 12, meines Schreibprogramms, der den Anreiz bot, mich endlich wieder auf das zu besinnen, womit ich meine freie Zeit am liebsten verbringe: Geschichten schreiben – egal in welcher Länge.

© Obige Bilder der 2er-Collage sind Eigentum von Papyrus-Autor und wurden eigens vom Veranstalter für den erwähnten Wettbewerb angefertigt.


Das Beitragsbild wurde zum öffentlichen Download freigegeben von 7wochenohne.evangelisch.de – vielen Dank!

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